Memory – Present – Future:

Mit der Vergangenheit in die Zukunft

2022/23 stehen bei uns unter dem Thema:

Tradition und Innovation - Authentizität und Fake



Der BabelKultur-Film zur fabbrica culturale baviera

Vor einiger Zeit hat Silvio Baviera mit seiner Frau Marietta Baviera-Montresor in Giornico im Tessin die fabbrica culturale gegründet: ein Museum, eine Galerie, ein Archiv und vieles mehr - ein Ort, um zu verweilen, zu schweifen, zu entdecken. Ein ausführliches Gespräch mit Autor, Künstler, Galerist und Verleger Silvio Baviera über seine Kindheit in Zürich im Kreis 4, seine Galerien - darunter die erste in seiner Wohnung -, seine Visionen für die fabbrica culturale, seine Arbeit mit Sprache und dem, was er "Streichhölzer im Laboratorium" des Sozialen nennt: Witzen und Sprachspielen. Gesprächspartnerin: Bettina Spoerri.

 

Videoproduktion: BabelKultur / 2022

Kamera/Ton: Miklós Klaus Rózsa, Editing: Bettina Spoerri

 


2020/21 entstand eine orte-Magazinnummer zu zeitgenössischer hebräischer Lyrik (vgl. Bild) - wir haben dazu die Online-Buchvernissage durchgeführt.

Titelbild der orte-Magazinausgabe zu neuer hebräischer Lyrik | Bild: Miklós Klaus Rózsa
Titelbild der orte-Magazinausgabe zu neuer hebräischer Lyrik | Bild: Miklós Klaus Rózsa

Die Veranstaltung (Dialogsprache Englisch, Lesungen in Iwrith und Deutsch) wurde aufgezeichnet, hier der Link zum NachschauenUnd zur Vertiefung: Das ebenfalls aufgezeichnete (Zoom-)Gespräch zur Gedichtauswahl des orte-Hefts mit Rina Baroukh, Lina Barouch und Bettina Spoerri - (auch) in Englisch.



Aus der Serie: "Tel Aviv Stories". | Bild: Miklós Klaus Rózsa
Aus der Serie: "Tel Aviv Stories". | Bild: Miklós Klaus Rózsa
Aus der Serie: "Tel Aviv Stories". | Bild: Miklós Klaus Rózsa
Aus der Serie: "Tel Aviv Stories". | Bild: Miklós Klaus Rózsa

Für alle, die sich für das jüdische Budapest interessieren: Hier die Aufzeichnung der von der ICZ Bibliothekskommission veranstalteten Online-Präsentation und -Diskussion. Besonders jetzt, nach den Wahlen in Ungarn, sehr sehenswert!


Programm-Rückblick 2020-2022: Unsere multidisziplinäre Veranstaltungsreihe zu Erinnerung in Zukunft

Shoahdenkmal in Budapest |  Fotografie: Miklós Klaus Rózsa
Shoahdenkmal in Budapest | Fotografie: Miklós Klaus Rózsa

In unseren zwei ersten interdisziplinären Veranstaltungsreihen führten wir von Anfang 2020 bis Anfang 2022, acht Veranstaltungen durch, welche im Themenfeld Erinnerung-Gegenwart-Zukunft gesellschaftsrelevante Fragen aufgriffen, die Leben und Kultur der jüdischen Minderheit international, in Europa und insbesondere in der Schweiz und damit verbunden die europäische, Schweizer und Zürcher Mehrheitsgesellschaft betreffen. Daunter befanden sich pandemiebedingt auch Online-Veranstaltungen und die Videoproduktion zur fabbrica culturale von Silvio und Marietta Baviera. Das besondere Grundprinzip dieser Aktivitäten und Anlässe, die Bildende Kunst, Fotografie, Literatur, Gespräche und Interaktionen mit dem Publikum und auch Essen und Trinken umfassten, betraf sowohl die inhaltliche Fokussierung wie die Wahl der Veranstaltungs-Formate. Alle Detailinformationen dazu finden Sie hier unter Programm auf unserer Website.

 

Die Reihe war multiperspektivisch angelegt, bezog verschiedene künstlerische Verfahren mit ein und erkundete Diskursformen abseits des Mainstreams. In diesem Sinne wurde die erste BabelKultur-Reihe zu einem Forum für den Austausch von Gedanken und Ideen, kreativen Inputs und nicht zuletzt geselligem Beisammensein. Die Veranstaltungen waren mehrteilig und auf Austausch und Interaktivität angelegt; ungleich herkömmlicher Veranstaltungen enthielten sie neben Podien, Performances und Präsentationen stets auch Elemente, in denen die Besucher/innen eingeladen wurden, selbst aktiv zu werden und sich mit ihren Fragen und Ideen einzubringen. Ein wichtiger Fokus wurde auf die Zeit gerichtet, die Publikum und (Bühnen-)Gäste miteinander verbringen, um Raum für Diskussionen und Vernetzung zu schaffen.

 

Stolpersteine in Zürich | Fotografie: Miklós Klaus Rózsa
Stolpersteine in Zürich | Fotografie: Miklós Klaus Rózsa

Nach unserer Veranstaltung über Shoah-Denkmäler in der Schweiz wurde auf Initiative von Roman Rosenstein und Res Strehle ein Verein gegründet, der innert kurzer Zeit bewirkte, dass in der Stadt Zürich die ersten Stolpersteine gesetzt wurden. Am 27. November 2020 fanden die ersten Steinsetzungen statt; hier ein kurzer Film, aufgenommen von Miklós Klaus Rózsa:



Erinnerung braucht einen Raum, sonst erlischt sie.

Das Unsagbare braucht eine Sprache, sonst wird es verschwiegen.

Die Vergangenheit braucht eine Zukunft, sonst erdrückt sie einen.