Die Idee

Die Idee zum Verein BabelKultur und fortlaufenden Veranstaltungen entstand 2019 - aus einem Bedürfnis und einem Manko zugleich. Wir leben heute in einer besonderen politisch-gesellschaftlichen Situation, in der die soziale Segregation und Polarisierung zunimmt, rechtsextreme bzw. rechtspopulistische Parteien und Intoleranz in einer multikulturellen Gesellschaft sichtbar an Boden gewinnen, aber auch in der breiten Bevölkerung Rassismus und Antisemitismus nachweisbar laufend zunehmen und (wieder) gesellschaftsfähig geworden sind. In Zürich, heute die grösste Stadt der Schweiz, fehlt ein unabhängiger, interdisziplinärer Kulturort, an dem Fragen rund um das jüdische Leben in der Schweiz kontinuierlich thematisiert und ausgelotet werden. Es gibt zwar ein Jüdisches Museum in Basel und aktive jüdische Gemeinden, es gibt universitäre Institute, doch keinen unabhängigen Kunst- und Kultur-Ort mit dem Schwerpunkt Jüdische Kunst, Kultur und kritische Gesellschaftsgeschichte mit Ausrichtung auf Gegenwart und Zukunft für die breite interessierte Öffentlichkeit.

 

Wir haben in den Jahren seit Herbst 2019 ein Zentrum des Austausches und der Diskussion aufgebaut, stets mit dem Fokus auf jüdische Kunst und Kultur, Kunst- und Kulturschaffende, die sich mit der jüdischen Kultur und Geschichte auseinandersetzen, gesellschaftliche und politische Fragestellungen, welche vor allem auch das Verhältnis Judentum-Schweiz performieren und analysieren. Unsere Veranstaltungen sind bewusst transdisziplinär und berücksichtigen Künste und Literatur ebenso wie politische und gesellschaftliche Fragestellungen. BabelKultur (der Verein mit Sitz in Zürich 8005) ist heute ein Kompetenzzentrum, ein Treffpunkt, ein Begegnungsort, ein Think Tank, an dem wichtige gesellschaftspolitische Diskussionen, Kunst-Präsentationen, Ausstellungen, Aktionen, Vorträge, partizipative und interaktive Projekte, Workshops u.v.a.m. stattfinden. Stets auf die Gegenwart, die Zeitgenossenschaft und grössere gesellschaftliche Entwicklungen bezogen, mit dem besonderen Schwerpunkt und Augenmerk auf jüdische Kunst und Kultur und ihrer Verortung und Positionierung. Wir können zu uns an die Turbinenstrasse 24 in 8005 einladen oder wahlweise auch mit Partnern wir beispielweise der Photobastei in Zürich zusammenarbeiten. 

Photobastei - unser Partner | Bild: Miklós Klaus Rózsa
Photobastei - unser Partner | Bild: Miklós Klaus Rózsa

Erinnerung braucht einen Raum, sonst erlischt sie. Das Unsagbare braucht eine Sprache, sonst wird es verschwiegen. Die Vergangenheit braucht eine Zukunft, sonst erdrückt sie einen.