Das Programm

Memory - Present - Future

Aktueller Hinweis

VERANSTALTUNGEN ABGESAGT oder VERSCHOBEN! (Corona)

Da wir zurzeit unsere Veranstaltungsreihe wegen der aktuellen Situation nicht mit den geplanten Daten weiterführen können (wir werden so viele Anlässe wie möglich in den Sommer bzw. Herbst verschieben - nur die Begleitveranstaltung der Eröffnung der Ausstellung von Konrad Rufus Müller muss entfallen; hierfür werden wir einen Ersatz finden), haben wir seit 25. März und für die kommenden Wochen ein Online-Projekt auf die Beine gestellt. Da sich die vorgestellten Bücher (Literatur, aber auch 'Sachbücher') oft mit jüdischen Thematiken und Fragen rund um das Thema unserer Reihe 'Memory - Present - Future' auseinandersetzen, verlinken wir hier diese YouTube-Serie. 

Wir werden im April/Mai informieren, wann die nächste BabelKultur.ch-Veranstaltung stattfinden kann.

BETTINA LIEST heisst die neue Serie mit Beiträgen, in denen die Schriftstellerin, Literaturhaus-Leiterin (und BabelKultur-Mitbegründerin) Bettina Spoerri Bücher aus ihrer Bibliothek vorstellt. 1. Richard Powers: Orfeo. / 2. Philip Roth: Mein Leben als Mann. / 3. Edward Snowden: Permanent Record. / u.a.m. - einfach "Bettina liest" als Suchbegriff auf YouTube eingeben. vgl. www.seismograf.ch, www.localstories.ch, www.aargauer-literaturhaus.ch. #literaturstream #literatur #stayathome Kamera: Miklós Klaus Rózsa | photoscene.ch

BETTINA LIEST heisst diese neue Serie mit Beiträgen, in denen die Schriftstellerin und Literaturhaus-Leiterin Bettina Spoerri Bücher aus ihrer Bibliothek vorstellt. 2. Philip Roth: Mein Leben als Mann vgl. www.BabelKultur.ch, www.seismograf.ch, www.localstories.ch, www.aargauer-literaturhaus.ch. #literaturstream #literatur #stayathome Video: Miklós Klaus Rózsa | photoscene.ch

BETTINA LIEST heisst diese neue Serie mit Beiträgen, in denen die Schriftstellerin und Literaturhaus-Leiterin Bettina Spoerri Bücher aus ihrer Bibliothek vorstellt. 3. Edward Snowden: Permanent Record. Vgl. www.BabelKultur.ch, www.seismograf.ch, www.localstories.ch, www.aargauer-literaturhaus.ch. #literaturstream #literatur #stayathome Video: Miklós Klaus Rózsa | photoscene.ch


Sechs Abende von Februar 2020 bis Winter 2020/21

1/6: «Eine Gedenkstätte in der Schweiz – warum, wer, wie und wo?» - 5. Feb. 2020

2/6: «Neuer Antisemitismus?», mit Doron Rabinovici - 24. Februar 2020

3/6: «Das Gedächtnis der Haut» - 29. April 2020
VERANSTALTUNG ABGESAGT! (Corona)

4/6: «Spuren der Vergangenheit: Exil Shanghai»

VERANSTALTUNG VERSCHOBEN! (Corona)

5/6: «Schweigen und Erinnerung» - neu: Herbst 2020

6/6: Erinnerung und Exil: «Tel Aviv stories» - neu: Herbst 2020

Ort der Veranstaltungen

Ab Mitte März: der neue Ort wird ca. April/Mai bekanntgegeben werden 

Bis März: Photobastei (3. OG), Sihlquai 125, 8005 Zürich 

 

Anmeldung/Platzreservation: info@babelkultur.ch

Café Babel geöffnet ab 17:00 - Veranstaltungsbeginn 19:30


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1/6: «Eine Gedenkstätte in der Schweiz – warum, wer, wie und wo?»

 

Mittwoch, 5. Februar 2020 

Ort: Photobastei Zürich 

Eintritt: CHF 20.00, Vergünstigung für Vereinsmitglieder, Kulturlegi, AHV & IV 

 

Ab 17h: Café Babel mit Kaffee, Getränken, Kuchen - und Einladung zur Einbringung eigener Anregungen, Ideen, Fragen 

19.30h: Beginn der Veranstaltung mit Input und Podium 

 

In zahlreichen europäischen Orten gibt es Gedenkstätten, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern. In der Schweiz existiert bisher keine vergleichbare offizielle Gedenkstätte, trotz der nachweislichen Verstrickungen und bestehender Schuld. Seit einiger Zeit arbeiten mehrere Interessensgruppen aber auf ein solches Projekt hin, das in der Schweiz errichtet werden soll.  Welche Form soll und kann dieses offizielle Denkmal annehmen, und zum Gedenken an wen soll/kann es errichtet werden? Wer bestimmt seinen Standort und seine Gestalt? Soll es an alle Opfer des NS und der Shoah, alle Zurückgewiesenen an der Schweizer Grenze, alle Schweizer Opfer des NS, bzw. (auch) als Dank an alle mutigen Zivilisten, Beamten und Diplomaten, die Menschen gerettet haben? Braucht es ein symbolträchtiges Denkmal, eine unübersehbare Skulptur oder eher eine Intervention? Wir möchten über Inhalt und Form, Prozess und (erhoffte) Wirkung eines solchen Denkmals diskutieren. Ziel ist eine sensibilisierte, vielschichtige Betrachtung und Reflexion der relevanten Fragen rund um Geschichtsdidaktik, Kulturtheorie und Erinnerungsethik und die Situation in der  Schweiz.

 

Mit Öffnung des Cafés um 17h können sich alle Besucher/innen nicht nur verpflegen, sondern vorgängig mittels eigener Beiträge an unserer (redaktionell betreuten) Pinwand in die Diskussion einbringen. Wie bieten den verschiedenen Interessensgruppen die Möglichkeit, ihre bereits erfolgten Überlegungen zu einem Gedenk-/Mahnmal in geeigneter Form (Handout bzw. Aushang) dem interessierten Publikum vor der eigentlichen Veranstaltung zu präsentieren. 

            Hannah Einhaus                       Erich Bloch                            Jacques Picard                   Valérie Arato Salzer 

Welche Form soll und kann ein solches Denkmal annehmen, und zum Gedenken an wen soll/kann es errichtet werden? Wer bestimmt seinen Standort und seine Gestalt?

Eine Auslegeordnung und Diskussion mit

Erich Bloch (Delegierter ASO Israel ),

Prof. em. Dr. Jacques Picard,

Historikerin Dr. Hannah Einhaus und 

Valérie Arato Salzer als Vertretung des SIG (Schweizerischer Israelitischer Gemeindebund).

19.30 Uhr Veranstaltung:

Begrüssung durch Miklós Klaus Rózsa / BabelKultur.ch

Moderation: Dr. Bettina Spoerri / BabelKultur.ch

 

Im Café Babel kann nach der Veranstaltung bei Kaffee, Getränken, Kuchen und mehr weiter diskutiert werden.

Eine der Gedenkstätten auf dem Areal des KZ Mauthausen | Bild: Miklós Klaus Rózsa
Eine der Gedenkstätten auf dem Areal des KZ Mauthausen | Bild: Miklós Klaus Rózsa
Stolperstein im Stadtzentrum von Budapest | Bild: Miklós Klaus Rózsa
Stolperstein im Stadtzentrum von Budapest | Bild: Miklós Klaus Rózsa

Siehe auch den Artikel zum Thema

Die Schweizer KZ-Opfer ehren

Es gilt, ein historisches Versäumnis nachzuholen – auch wenn es unangenehme Erinnerungen weckt.

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Text zum Thema von Prof. em. Dr. Jacques Picard (Deutsch)
Picard & Thürer_Schweizer Opfer des Holo
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Text zum Thema von Prof. em. Dr. Jacques Picard (Französisch)
Picard et Thürer_Ce qui manque_CH Opfer_
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2/6 Neuer Antisemitismus?

Montag, 24. Februar 2020     

Ort: Photobastei Zürich

Eintritt: CHF 20.00, Vergünstigung für Vereinsmitglieder, Kulturlegi, AHV & IV

 

Ab 17h: Café Babel mit Kaffee, Getränken, Kuchen und mehr. Mit Öffnung des Cafés können alle Besucher/innen ihre Fragen oder Bemerkungen zum Abendthema formulieren. Wir betreuen die Inputs und Fragen redaktionell und machen sie auf einer Pinwand für alle sichtbar.

 

An diesem Abend werden die wichtigsten Thesen des neu aufgelegten, mit vielen aktuellen Essays erweiterten Bandes Neuer Antisemitismus? (Suhrkamp, 2019) diskutiert – mit dabei: der bekannte österreichische Autor Dr. Doron Rabinovici, der zugleich Herausgeber des Bandes ist, und fachkundige Gäste aus der Schweiz und Deutschland. Der Fokus des Gesprächs liegt auf den neuesten Entwicklungen, Antisemitismus in Nachbarländern der Schweiz und im Internet.

 

19.30h: Zwei Kurzreferate halten:

-Lisa Johanne Jacobs: Antisemitismus reloaded - Judenhass im Internet  (Lisa J. Jacobs, Wien, ist Mitarbeiterin der Langzeitstudie Antisemitismus 2.0 und die Netzkultur des Hasses ). 

-Alexandra Bandl: Unheilvolle Allianzen? Der postkoloniale Antisemitismus als globale Bewegung . Bandl ist Gründerin der Leipziger Initiative Mündigkeit durch Bildung 

 

Auf dem gleich anschliessenden Podium sitzen:

-Dominic Pugatsch, Leiter Geschäftsstelle Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus GRA

-Dr. Doron Rabinovici, Autor, Historiker, Essayist und Mitherausgeber des erwähnten Bandes

-Alexandra Bandl, Gründerin der Leipziger Initiative Mündigkeit durch Bildung 

Moderation: Dr. Bettina Spoerri / BabelKultur.ch

Die Beiträge auf der Pinwand werden in die Diskussion einbezogen.

 

Im Café Babel kann nach der Veranstaltung bei Kaffee, Getränken, Kuchen und mehr weiter diskutiert werden. 

 

Deutschland 1933. Jüdisches Museum Berlin. Bild: MKR
Deutschland 1933. Jüdisches Museum Berlin. Bild: MKR
1. Mai 2015, Zürich Helvetiaplatz | Bild: Miklós Klaus Rózsa
1. Mai 2015, Zürich Helvetiaplatz | Bild: Miklós Klaus Rózsa

3/6: «Das Gedächtnis der Haut» VERANSTALTUNG ABGESAGT! (Corona)

3/6: «Das Gedächtnis der Haut»

29. April 2020

In Bezugnahme auf die Ausstellung mit Fotografien des deutschen Fotografen Konrad Rufus Mueller, der in der Photobastei ab 29. April 2020 seine Arbeit präsentiert. In eindrücklichen Porträtaufnahmen hat Mueller, der einer der renommiertesten Porträtfotografen in Europa ist, Shoahüberlebende fotografiert, die heute in Deutschland, Österreich und Israel leben. Wir möchten den Künstler selbst zu Wort kommen und von der Entwicklung seiner Idee und der Entstehungsgeschichte seiner Bilder erzählen lassen, und das Publikum sodann dazu einladen, auf die Bilder zu reagieren. Ein öffentliches Gespräch soll die thematische Reflexion vertiefen, den Blick erweitern und auch kritische Fragen zum Spannungsfeld Fotoporträt-kollektive Geschichte, Vermittlung-Ästhetisierung u.ä.m. aufwerfen.

Teil 1: Führung durch die Ausstellung mit Fotograf Konrad Rufus Mueller

Teil 2, bis 19.15 Uhr: Café Babel mit der Möglichkeit, persönliches Feedback auf die Pinwand abzugeben (wird wiederum durch die Moderation in das anschliessende Podium einbezogen)

Teil 3, 20 Uhr: Podiumsgespräch mit dem Fotografen, Nadine Olonetzky (Kunsttheoretikerin und Fotografiehistorikerin) oder Fotografie-Historikerin Margarete Pratschke und Aleida Assmann (Kulturwissenschaftlerin), mit anschliessender Öffnung für das Publikum.

 

Viktor Klein aus Wien, sein mit der Häftlingsnummer Auschwitz tätowierter Arm | © Konrad Rufus Müller
Viktor Klein aus Wien, sein mit der Häftlingsnummer Auschwitz tätowierter Arm | © Konrad Rufus Müller

4/6: Spuren der Vergangenheit: Exil Shanghai VERANSTALTUNG VERSCHOBEN! (Corona) 

Zeitraum: Herbst/Winter 2020

Zur Ausstellung in der Photobastei mit Fotografien und Videos von Miklós Klaus Rózsa organisieren wir diese separate Begleitveranstaltung mit einem Podium zu Shanghai Anfang/Mitte des 20. Jahrhunderts als Exil-Hafen von Juden aus aller Welt und dem Kontrast zu Shanghai heute rund hundert Jahre danach.

Als Podiumsgäste fragen wir an: Lorenz Helbling, ShanghArt; Werner Michael Blumenthal, ehem. Direktor Jüdisches Museum Berlin (1997-2014), selbst in Shanghai als jüdischer Flüchtling aufgewachsen; Künstler Stefan Suhlke, im Shanghaier ‚Ghetto‘ 1943 geboren und aufgewachsen.

 

Beim ehemaligen Ghetto von Shanghai  | Bild: Bettina Spoerri
Beim ehemaligen Ghetto von Shanghai | Bild: Bettina Spoerri
Im ehemaligen Ghetto | Bild: Bettina Spoerri
Im ehemaligen Ghetto | Bild: Bettina Spoerri

5/6: «Schweigen und Erinnerung»

Zeitraum: Juni/Juli 2020

Der Kern dieses Abends ist eine Kunstaktion / Performance rund um das Thema Erinnerung der Künstlerin Elianna Renner 

Elianna Renner    |    Foto: Miklós Klaus Rózsa
Elianna Renner | Foto: Miklós Klaus Rózsa

Die 1977 geborene Künstlerin ist eine Vertreterin der dritten Generation von Shoahüberlebenden; ohne den Kasztner-Zug würde sie nicht existieren. In der Schweiz geboren, lebt die Künstlerin Elianna Renner heute in Bremen/Deutschland und Tel Aviv und arbeitet an der Schnittstelle von Biografie und Geschichte. In ihren Kunstwerken und Performances hinterfragt sie historische Narrative und deren Auslassungen – immer mit dem Ziel, die hinter dem Vergessenen oder Verschwiegenen stehenden Machtverhältnisse sichtbar zu machen. Wir laden Elianna Renner ein, die Ausstellung in der Photobastei zu besuchen und eine Performance für den Abend in den Räumen der Photobastei zu entwickeln.

Gefolgt von einem Gespräch mit Elianna Renner und Miklós Klaus Rózsa, Sohn von Shoahüberlebenden, unter Einbezug des Publikums. 

"Washing the Dead" Aus einer Arbeit von Elianna Renner, Buenos Aires. | Bild: Miklós Klaus Rózsa
"Washing the Dead" Aus einer Arbeit von Elianna Renner, Buenos Aires. | Bild: Miklós Klaus Rózsa

6/6: Erinnerung und Exil: «Tel Aviv stories»

Zeitraum: ca. Oktober 2020

Eine multimediale Installation und Präsentation von «Tel Aviv stories» mit Fotografien, Soundskulptur und Texten durch Bettina Spoerri und Miklós Klaus Rózsa bildet den Abschluss der Veranstaltungsreihe.

Zugleich werden im Café Babel und am anschliessenden Babel-Fest fotografische Impressionen und Beiträge des Publikums kompiliert. Wir halten kritisch und hoffnungsvoll Rückschau auf die ganze Veranstaltungsreihe und lassen die Ereignisse und Diskussionen Revue passieren. Die genaue Zusammenstellung der Schau ist eine Feedback-Reaktion auf die vier vorangegangenen Veranstaltungen und kristallisiert sich im Einzelnen deshalb erst im Laufe des Juni 2020 heraus.

 

Aus der Serie: "Tel Aviv Stories". | Bild: Miklós Klaus Rózsa
Aus der Serie: "Tel Aviv Stories". | Bild: Miklós Klaus Rózsa
Aus der Serie: "Tel Aviv Stories". | Bild: Miklós Klaus Rózsa
Aus der Serie: "Tel Aviv Stories". | Bild: Miklós Klaus Rózsa

Idee und Konzept

Dr. Bettina Spoerri und

Miklós Klaus Rózsa

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